Der Orionnebel ist der bekannteste und hellste Emissionsnebel am Himmel, schon mit bloßem Auge ist er in einer klaren Winternacht unterhalb der drei Gürtelsterne des Orion zu sehen. Er ist ungefähr 1350 Lichtjahre von uns entfernt und hat eine Ausdehnung von 9 Lichtjahren. Die Helligkeit kommt von sehr aktiven und jungen Sternen im Zentrum, das so genannten Trapezium besteht aus vier Sternen. Wenn der Nebel sich weterhin so entwickelt wird er in ein paar Millionen Jahren eventuell so aussehen wie die Plejaden (Messier 45). Entdeckt wurde der Orionnebel 1610 von europäischen Astronomen, die Araber beobachteten ihn allerdings schon früher und nannten ihn Na’ir al Saif (Der Helle im Schwert).

Beim Fotografieren dieses Nebels ist es immer schwierig die korrekte Belichtungszeit zu bestimmen, da das Zentrum des Nebels sehr schnell ausbrennt, die schwächsten Ausläufer allerdings schon einiges an Belichtungszeit verlangen. In dieser Nacht habe ich mich für 3 Minuten je Aufnahme entschieden, da das Wetter nicht sehr stabil war und längere Zeiten nicht gingen. Mit 27 Minuten je Farbkanal ist die Gesamtbelichtungszeit noch sehr kurz, dennoch zeigt der Nebel viele Details.

Technische Daten

  • TS Apo 102/714
  • Vixen GP-D2
  • QHY9 mono mit Filterrad
  • Aufgenommen am 27.02.2016 bei Heersum
  • Belichtung
    • 9x 180s Rot
    • 8x 180s Grün
    • 9x 180s Blau